Urlaub à la Hollywood

24.08.2009 | Peter | Kommentieren

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Gerade erleben wir die heißesten Tage des Jahres. Leichtes Schuhwerk ist somit unablässlich. Während die Römersandale in abgewandelter Form ihren Höhepunkt feiert, schleicht sich ein neuer Trend in die Szenelocations der Metropolen: Die Espadrilles feiern ihr Comeback. Während ich mich noch an den Schuh aus meinen Kindheitstagen erinnere, stieß ich bei meiner Recherche auf Fotos mit Grace Kelly oder Sophia Loren aus den 50ern. Die Hollywoodgrößen trugen ihn bereits damals kombiniert mit 3/4 Hose und einer Art Herrenhemd. Der Schuh mit Pflanzensohle ist perfekt in Erscheinung mit der noch weiterhin angesagten Ray Ban Sonnenbrille.

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Das Besondere an diesem schmucken Stück: Es wird in einem kleinen Dorf in den Pyrenäen Frankreichs noch per Hand gefertigt oder an alten Maschinen in ursprünglicher Tradition hergestellt. Die Modelle sind in 18 verschiedenen Farben erhältlich und machen die Wahl umso schwieriger. Denn allesamt sehen sie durch die Naturmaterialien fantastisch aus. Allerdings haben es mir Fuchsia, Bleu Clair, Marron und Noir besonders angetan.

Neben diesen handgefertigten Modellen gibt es auch den “Klassiker”, der keine groben Nähte aufweist. Jedoch würde ich auf das etwas teurere Modell unter den Espadrilles zurückgreifen, denn ich finde gerade durch die manuell gesetzten Garnstiche bekommt der Schuh erst den perfekten Look.

Das Label [Espadrij] präsentiert sich im September erstmals auf der Düsseldorfer Schuhmesse GDS und ich bin mir sicher spätestens im nächsten Sommer ist der Schuh aus den Pyrenäen der Verkaufschlager schlechthin…

…und mein Begleiter für den Amalfi-Urlaub!

( [Espadrij] Handmade 29 € – Espadrij Classic 19 € via Espadrij.com  /  oberes Bild: Amalfi-Coast © MacLarty via Flickr )

16 Kommentare zu “Urlaub à la Hollywood”

  1. Miri sagt:

    Hmm…wenn ich an Espadrilles denke, dann denke ich leider immer auch an Regen (dank alter Urlaubsgeschichten meiner Eltern). Aber demnach ist der Schuh nur für wahrlich sonnige Gemüter gedacht ;-)

  2. Jérôme sagt:

    Espadrilles im Regen stelle ich mir aufgrund der Materialbeschaffenheit auch sehr ungemütlich vor. Vielleicht kann man sie sich ja noch mit Wachs überziehen lassen.

  3. Griechin sagt:

    Die “Schläppchen” sind ja auch ganz nett…aber DIESES Dörfchen ist der perfekte Ort an dem ich grad sein möchte!!!
    Beam me up, Pepe!!!

  4. Jérôme sagt:

    Auch im Herbst soll es auf Amalfi noch ganz nett sein ;-)

  5. Sandro sagt:

    Salve Jerome, habe mir gerade alle Deine Sommerposts auf einmal zu Gemüte geführt…du hast wirklich eine gute Spürnase! Espadrilles sind seit letztem Jahr wieder im Kommen und werden nächste Saison wohl endgültig die Füsse der Massen besohlen…ich habe mich für zwei Modelle von Pare Gabia entschieden und schlurfe damit seit Ende Juni über den heissen (nun ja in unseren Breitengraden: mittelwarmen) Beton. Kann die Marke nur empfehlen:(http://www.paregabia.com/chaussure_paregabia_collection_ete.php?langue=fr)…wichtig Espadrilles dürfen nie nass werden und natürlich trägt man den Fersen offen! Was Preis/Qualität betrifft stimme ich voll mit Tyler Brule von Monocle überein (http://www.monocle.com/sections/edits/Web-Articles/Things-To-Improve-Your-Life-09/ 1:41)…im Überigen ist Amalfi immer ein Traum! aber falls man mit dem Auto hinfährt, braucht man gute Nerven…

    Nebenbei: 1) Rouge volupte von YSL wurde Ende Winter von Candy Pratt Price (vogue.com) zum Lippenstift des Sommers 2009 gekührt…ich habe ihn meiner Mutter geschenkt und sie ist superhappy damit 2) Kann es kaum erwarten ein Stück der Männerlinie von A. Wang zu probieren…bei T-shirts für Männer gibt es ja noch viel Entwicklungspotenial:) 3) Scott´s Blog ist ein must, wobei ich Jak & Jill irgendwie immer sympathischer finde…unglaublich wie schnell die Zeit vergeht, wenn man sich durch die Photos auf diesen street style Seiten klickt (11 h im nu…)

    Gruss

  6. Jérôme sagt:

    Hallo Sandro :-)

    Mensch, habe vor Kurzem erst an Dich gedacht und mich gefragt, wann ich Dich mal wiedersehe.
    Dein Kommentar wie immer eine Freude!!!
    Deine ganzen Links muss ich mir heute Abend mal in Ruhe anschauen. Du hast immer so tolle Infos… eine wahre Bereicherung.

    ad Espadrilles: Ich habe mir jetzt auch welche bestellt. Und gut, dass Du das mit der freien Ferse erwähnt hast. Ich hätte sie doch glatt mal wieder “normal” getragen.
    Kennst Du ein gutes (und dieses Mal) preiswertes Hotel auf Amalfi? Eine Freundin will dort Urlaub machen.

    Wo genau wohnst Du eigentlich, wenn Du vom “mittelwarmen Beton” sprichst?

    ad Wang: Ja, ich bin auch schon gespannt, die erste Kollektion zu probieren. Ob sie uns stehen wird, werden wir sehen. Wir halten Rücksprache!

    Jak&Jill ist genial… war seit ein paar Wochen nicht mehr darauf, denn -und das ist der einzige Nachteil- sind dort meistens nur Photos von einem bestimmten Zeitabschnitt zu finden, die dann auf dem Blog über einen größeren Zeitraum veröffentlicht werden.

    Zu Deinen Links gebe ich die Tage nochmal mein Feedback…
    Ganz liebe Grüße!!!

  7. Sandro sagt:

    Ciao Jerome

    ehm…ein Hotel an der Amalfiküste kann ich nicht empfehlen. Ich war vor ca. 5 Jahren mal paar Tage dort…an den Namen des Hotels kann ich mich nicht erinnern…war so ein durchschnittlich italienisches, von denen es viele gibt. Wenn Deine Freundin in der Nebensaison geht, sollte sie aber problemlos was nettes vor Ort finden…

    ach der mittelwarme Beton ist auf Schweizer Boden…ja mit Jack und Jil hast Du natürlich Recht…eigentlich sind es ja immer nur Bilder von den Schauen. Als ich den Eintrag zu Scott gelesen habe, dämmerte es mir, wie ich überhaupt auf Deinen Blog gestossen bin…vermutlich über einen comment, den Du dort zu einem Bild gepostet hattest??? Die Idee der Wunschliste hat mich extrem angesprochen, vor allem weil bei mir überall x solche Liste rumliegen…

    ok, Gruss und happy economy stimulation! (“happy shopping” für Männer, wie ich heute dank “in the closet” auf men.style.com gelernt habe)
    sandro

  8. Mary sagt:

    ich finde es, in der tat, lustig, wenn dinge zu trends erhoben werden, die in meinem umfeld seit jahren zur alltäglichen sommergarderobe gehören – und dieses umfeld ist mitnichten unmodisch.. aber gut, man kann aus allem einen hype machen

  9. Jérôme sagt:

    Mary, ich pflichte Dir aus dem Standpunkt Deines Umfeldes bei. Nehmen wir jedoch mal ein anderes Beispiel: Als Schottenröcke in den 90ern als Trend aufgegriffen wurden, was mögen da wohl Punks gesagt haben? Denn in ihrem Umfeld gehörte es wohl auch zur alltäglichen Garderobe.
    Somit können wir also nur gespannt bleiben, wie es 2010 aussehen wird.

  10. blica sagt:

    du gibst dir ja immer recht viel mühe mit deinen postings, aber irgendwie habe ich immer den verdacht, dass es letztlich nur um produktplatzierung geht. das finde ich schade, denn ich hab irgendwie immer den eindruck, als würdest du keiner firma etc. , über die du schreibst, wehtun wollen und die blümeranten texte verkommen letztendlich dann zu reinen werbetexten – so wie halt in diesem falle, wo dann an den schluß nochmal nach der netten allgemein gehaltenen espandrille-geschichte produkthinweis und genaue kontaktdaten zum hersteller stehen müssen. nicht, dass du mich falsch verstehst: natürlich werden auf modeblogs unweigerlich und immer wieder firmennamen etc. fallen gelassen (auch auf meinem), aber irgendwie klingt mir das immer zu sehr nach reinem product-placement. aber du kannst mich sicher aufklären, warum so und nicht anders.

  11. Jérôme sagt:

    Hey Blica,

    klar und sehr gerne kann ich Dich aufklären.
    Vorab: Seit Kindesbeinen an habe ich eine sehr große Affinität für die schönen Dinge des Lebens. Ich hatte das Glück bereits in meiner Jugend in Kunst, Literatur und weiteren kulturellen Gütern geschult zu werden. Mit 14 las ich die erste Vogue. Mit 17 entdeckte ich dann die Mode in ihren vielseitigen Funktionen und sie wandelte sich für mich zu einem soziokulturellem Kommunikationsmedium.

    So und bevor Du an dieser Stelle weiterliest, bitte ich Dich nochmal meinen “Prolog” zu lesen.

    …..Nun zu dem Eigentlichen, Blica, nämlich Deiner Frage “Warum es hier keine kritischen Texte gibt” und -ich ergänze- auch nicht geben wird:
    Erstmal kurz gesagt “Ich bin nicht der Blog einer Textilwirtschaft”. Kritische Texte passen nicht zum Ursprung, nicht zu dem, weshalb ich die Seite ins Leben rief.

    “La Liste des Desiderata” (zu deutsch “Die Liste der Wünsche”) ist wie im PROLOG erklärt eine Ansammlung all der schönen Produkte, was ich meinen Lesern empfehlen würde. Es handelt hier von den Dingen, die gut verarbeitet sind, die eine tolle Idee beinhalten und die vor allem ein großartiges, ästhetisches Design aufweisen. Wünsche sind nun mal immer positiv… zumindest meine. Diese Produkte sind alle sehr sorgfältig ausgewählt. Nicht umsonst habe ich hier nur so wenig Beiträge.
    Würde ich nun also am Beispiel der Espadrilles schreiben, welche Mängel sie aufweisen, dann würde ich sie nicht kaufen wollen und dann wären sie auch kein Wunsch. Meine Texte würde ich nicht als durchweg “blümerant” bezeichnen, denn Du erhälst durchaus Fachinformationen oder Informationen, die mit dem Produkt in Zusammenhang stehen. Bei den Texten mit den Bildvergleichen aus dem Bereich “Kunst” werden meine Leser auch gleichzeitig an diese Materie herangeführt und haben die Möglichkeit, Mode aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Das kann ja manchmal durchaus erfrischend sein.
    Die Bezeichnung “Werbetext” finde ich jedoch okay. Hört sich zwar nicht gut an, da ich diese textlich wiedergegebenen Emotionen tatsächlich durchlebe, aber wie schon gesagt: Es ist “Die Liste der Wünsche” und diese Produkte sind auch nun mal alle käuflich. DAS IST JA DAS TOLLE DARAN. Was hätte ich davon, wenn ich mir von einer Freundin zwei Wochen Karibik im 5-Sterne-Ressort zum Geburtstag wünsche, sie mir diesen Wunsch allerdings nicht erfüllen kann. Espadrilles hingegen schon.

    Mit den Links: Das hat auch einen Grund und den erzähle ich sogar sehr, sehr gerne!!!! Denn ich bin einer unter den wenigen Bloggern, der sich die Arbeit macht und Bilder zu schicken lässt. In diesem Fall also von [Espadrij] persönlich. Ebenso wie von Net-a-Porter, MyTheresa, Hermès, YSL Beauté etc. Eben dort, wo man das Produkt online erwerben kann. Denn schließlich spezialisieren wir uns alle auf den Online-Markt. Das ist zeitaufwendig, kostet Nerven, kostet manchmal Telefonate mit PRlern im Ausland und manchmal war es umsonst: Du hast kein Bild, kannst nicht darüber schreiben und mein Traum bzw. mein Wunsch ist geplatzt.
    Ich stecke somit nicht nur viel Zeit in meine Texte, sondern auch und vor allem in die ganze Vorarbeit.
    Wenn es mal vorkommt, dass ich keinen Link zu der Firma des Produktes, sondern zu einem anderen Verkaufsort setze, dann liegt es in der “Erfüllung der Wunschliste” begründet. Ich versuche es meinen Lesern so transparent wie möglich zu machen.

    Blica, ich hoffe, Du kannst nun verstehen, weshalb ich hier ausschließlich Schönes zu berichten habe und ich hoffe, Du wirst weiterhin ab und an mal vorbeischauen.
    Vielen Dank für Deine offenen Worte und Fragen!

    Jérôme

  12. Patricia sagt:

    Mir hat mal ein Redakteur gesagt, Ziel ist nicht, dass die Leute dieses oder jenes Produkt kaufen, sondern, dass sie unser Heft lesen. Das schaffen wir erfahrungsgemäß nicht mit schlechten Kritiken. Die Leser freuen sich eher über Tipps als über Infos zu Dingen, die sie eh nicht kaufen sollten.

  13. Jérôme sagt:

    Patricia, ja so ähnlich sehe ich es auch. Vor allem möchte ich gar nicht über Dinge schreiben, die ich entweder langweilig oder schlecht finde. Darüber hinaus verfolge ich beim Schreiben nie das Ziel “Verkaufe das Produkt”. Das Einzige, was mir wichtig ist: Der Leser soll Spaß haben und die Welt oder den Moment, den ich mit dem Produkt verbinde, nachfühlen können. Thats it.

  14. blica sagt:

    hallo jerome, ich verstehe durchaus, was dein anliegen und dein zugang zu dem ganzen darstellt. zwar bin auch ich durchaus für “die schönen dinge zu haben”, aber da für mich bloggen einfach d i e möglichkeit darstellt, aus weitestgehend unabhängiger perspektive zu schreiben und eben nicht nur wohlfühlprosa (für irgendwelche unternehmen) zu produzieren, sehe ich das ganze halt etwas anders. denn mode ist ja nicht nur das hübsche produkt, das mir “schöne momente bereitet”, sondern eben beispielsweise auch ein dickes geschäft. und: kritik ist ja auch in anderen bereichen möglich, denn was wäre literatur, kunst und musik ohne eine jeweilige kritische distanz? nur im bereich der mode scheint das ganze irgendwie nicht so zu funktionieren.

  15. Jérôme sagt:

    Hey Blica,
    ich betrachte es nicht als dickes Geschäft und schreibe ganz bestimmt nicht meine Text für Unternehmen, sondern für Menschen, die Produkte als Kreationen betrachten, die ihnen eine Geschichte erzählen, sie in eine andere Welt eintauchen und den Alltag vergessen lassen.
    Vielleicht liegt auch hier der große Unterschied. Die Themen, die ich mir heraussuche, sind solche, die mich inspirieren und mich gut fühlen lassen. Mich in einen solchen Zustand zu versetzen, ist gar nicht einfach. Ich habe hohe Anforderungen, denn ich habe meist sehr viel zu kritisieren. Darüber rede ich nicht hier. Denn hier kommen die Endprodukte zu Tage. Betrachte sie als eine besondere Auslese.

    Solltest Du Lust haben, meiner “Liste des Desiderata” zu folgen, so bist Du herzlich eingeladen. Kritik wirst Du hier jedoch, wie bereits erwähnt, nicht finden. Gerne kannst Du aber für andere Leser Deine Kritik zu einem Produkt in der Kommentarfunktion äußern.
    Solltest Du weiterhin Lust haben, über Blogkonzepte diskutieren zu wollen, so kannst Du es unter dem nachstehenden Link versuchen.

    http://www.facebook.com/group.php?gid=217386915004

    Bei einem nächsten Bloggertreffen können wir dann auch gerne mal unsere Ansichten von “Was zeichnet einen Blog aus?” debattieren. Es wird sicherlich spannend ;-)

    Salut,
    Jérôme

  16. Philipp sagt:

    Eine schöne Diskussion, die ihr beiden da führt. Beide Positionen von ihrem Standpunkt aus voll und ganz nachvollziehbar. Und die Frage, die über allem steht, ist doch letztendlich nur die der Positionierung – sprich: Ich bin auch ein Fan von kritischen Blogs (und stimme Blica zu, dass vor allem auch Kritik an bislang gewohnten Denkweisen und Ansichten zu einem Mehrwert in der Öffentlichkeit führt),
    im Falle der “Liste des Desiderata” würde es aber wie schon gesagt die eigentliche Idee und Intention hinter dem Blog untergraben und damit auch an Authentizität einbüßen. Dennoch würde ich diesen Blog nicht als unkritisch abstempeln: Selektion ist schließlich auch eine Möglichkeit, einer Sache Bedeutung oder eben Gleichgültigkeit zuzuweisen.

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