


Nächste Woche geht es nach München und ich bin jetzt schon ganz aufgeregt. Erstens habe ich eine tolle Begleitung, zweitens habe ich heute bei einem Freund ein Dach über dem Kopf gefunden und drittens gibt es in München COS. Mein letzter Aufenthalt war schon genial. Es war Sommer und wir besuchten Straßenfeste und Museen, Spaziergänge an der Isar und berauschende Partys. Mir als Ästhet fiel jedoch besonders der klassisch-schicke Kleidungsstil auf. Männer und Frauen gekleidet ohne Schnick-Schnack. Perfekte Sitzformen der Kleidungsstücke. Ich erinnere mich an eine grauhaarige Lady, die in einem hellgrauen Wollkleid und Ballerinas über den Gehweg flanierte. Sie sah einfach nur elegant aus und es wäre sicherlich ein Streetstyle-Foto à la Sartorialist schlechthin gewesen. Letzten August wusste ich allerdings noch nicht, dass eine Bloggerwelt überhaupt existiert.
Liebe Ladys, da ich meinem Motto “Weniger ist mehr!” weiterhin treu bleibe, bin ich mir in einer Sache ganz sicher: Wenn Ihr das obige Outfit tragen solltet, werde ich definitiv den Auslöser betätigen… Versprochen!
(Chloé Nancy Leather Bag 1.195 € / Steven Alan Shirt 140 € / K Karl Lagerfeld Classic Strech Skinny Jeans 170 € / gesehen bei Net-a-Porter)


Am 27. Februar 2009 berichtete Modejournalistin von Modepilot backstage von der aktuellen Burberry-Show aus Mailand und fotografierte Christopher Bailey, Carine Roitfeld und den wunderbaren Mario Testino. Man sieht einmal mehr, dass das Label von Jahr zu Jahr seine treuen Anhänger hat. Tja, da scheint Burberry mit monumentaler Kunst gleich zu liegen. Denn im Frankurter Städel erwiesen sich Flémalle und Rogier van der Weyden die Ehre. Meisterwerke, die eine neue Kunstepoche anstießen. Während diese beiden Herren für die Öltechnik berühmt wurden, so wurde es Burberry für sein Muster. Und ähnlich wie auf den Mailänder Modewochen erhielt auch diese Exposition, die heute endete, einen großen Andrang an Anhängern.
Mir blieb eine Viertelstunde bis David vorfahren würde. Eine Viertelstunde Wettlauf um die Zeit. Denn meine zum begehbaren Kleiderschrank umfunktionierte Abstellkammer bot viel, halt nur nicht das Passende für den Besuch in der In-Diskothek. Sämtliches wurde evaluiert und variiert. Das Ergebnis -wie verwunderlich- mein Not-Outfit. Am Club angekommen erwartete uns eine lange Schlange ungeduldiger Menschen. Und so blieb uns nichts anderes übrig, als sich brav hinten anzustellen. Anders sah das eine ca. 1,80m große, blonde Schönheit, die an uns vorbeiklackerte und im Begriff war die Türsteher auf charmanteste Weise zu bezirzen. Zunächst machte es den Eindruck, dass Anstehen die bessere Lösung ist, dann aber zog sie etwas hervor:
Die kalten Tage haben erst angeklopft und dennoch macht sich die erste getrübte Stimmung breit. So auch bei Emily. Vor kurzem rief sie mich an. Unter dem hohen Wimmern in ihrer Stimme verstand ich nichts. Nach ein paar Anläufen, erzählte sie mir, dass sie aus lauter Frust wegen dem Wetter, ihrem schlanken Körper tonnenweise Schokolade zugeführt hatte, mit dem Resultat, dass ihre geliebtes Kleid von Chloé nicht mehr gut sitzt. Zunächst schlug ich ihr die künstliche Sonne als Lichttherapie vor. Sie lehnte ab, da sie in ihrem Fashionmagazin, ihrem wahren Lebensbegleiter, einen Artikel über den angesagten elfenhaften Teint, gelesen hatte. Das war es also, was sie wollte:
Der Mensch befindet sich immerzu auf der Reise. Von der Geburt an bis hin ins fortgeschrittene Lebensalter und darüber hinaus. Manche Religionen glauben an das Auffahren der Seele und andere glauben an die Wiedergeburt des Menschen als Ganzen. Ich kann mir das Ding nach dem Tod nur zu schlecht vorstellen. Für mich gibt es da nur Sterben, Tod, Sarg, weißes Loch. Eigentlich müsste es auch demnach in meinem Glaubensbekenntnis heißen:”Ich glaube an die heilige christliche Kirche und an die Auferstehung der Toten in ein weißes Loch.” Allerdings