La Liste des Desiderata im ZEIT-Magazin: Das ganze Interview

19.02.2010 | Pepe | Kommentieren

Pepe Burkhardt ZEITmagazin

© Markus Jans

Das ZEIT Magazin ist vor allem f√ľr seine interessanten Kulturbeitr√§ge¬†in der Bloggerszene bekannt. Einige Blogger, wie LesMads, F&Art, Reigen und besonders Stil in Berlin waren in der Vergangenheit den Redakteuren einen Themenaufh√§nger wert. Erneut ¬†widmete man sich unserer Arbeit. Journalistin Ilka Piepgras organisierte w√§hrend der Berliner Fashion Week im Januar ein Fotoshooting in

einem Berliner Hinterhof im Hack’schen Viertel. Antonin und ich hatten das Vergn√ľgen, f√ľr ein Portr√§t der “Klasse 2010″ ein Teil des Motives zu sein. Fotograf Markus Jans, der seine Ausbildung bei Annie Leibovitz absolvierte, und heute zu den Top-Gr√∂√üen seiner Branche z√§hlt, stand hinter der Kamera und hinterl√§sst uns ein gro√üartige Arbeit, die 15 Blogger von 11 Blogs zeigt. Das ZEIT Magazin schreibt in der Headline: “Die Macht der Stra√üe – eine Umfrage unter wichtigen deutschen Modebloggern”.

Dass man sich selbst als wichtig betrachtet, haben Antonin und ich nie so wahrgenommen. Denn wir glauben, dass nur das f√ľr einen wichtig oder bedeutsam ist, dessen wir uns hingeben und unser Ziel verfolgen l√§sst. Dementsprechend v√∂llig unterschiedlich wie auch die Blogs, die hier gezeigt werden. Darunter Streetstyle-Blogger, Personality-Blogger, News-Blogger, als auch Blogger, die sich kunstgeschichtlichen oder modewissenschaftlichen Themen verschrieben haben. Sozusagen war fast jede Sparte des Modebloggens vertreten, im Einzelnen:¬†Modepilot, F&Art, LesMads, Reigen, C√īute que C√īute, Stil in Berlin, Belle on Earth, Dandy Diary, Panda fuck, Julia Stelzner und wir von La Liste des Desiderata.

Welches Gesicht zu wem gehört, lässt sich per Klick auf ZEIT Online nachlesen.

Jedem Blogger wurden ein paar kurze Fragen gestellt, die etwas √ľber die Person und das Blog erfahren lassen. Dass man bei einer solchen Menge an erfragten Personen und weiteren Beitr√§gen keine langen Texte erwarten braucht, ist uns bewusst. Dennoch m√∂chten wir es uns nicht nehmen lassen, Euch die ungek√ľrzte Variante zu zeigen.

Viel Spaß beim Lesen und  den Machern des ZEIT-Magazins sei ein herzliches Danke schön gesagt!

Warum bloggt Ihr?
Peter & Antonin: Das Blog bietet uns einen Kanal nach au√üen, um unsere Gedanken √ľber Mode und Lifestyle mit anderen Menschen zu teilen. ‘La Liste des Desiderata’ (‘Die Wunschliste’) begann mit Produktvorstellungen. Im Laufe der Zeit kam die Frage hinzu, wer hinter all den Sch√∂nheiten steckt und welche Idee sich dahinter verbirgt. Mit den ersten Besuchen in Ateliers durften wir den Gedankenprozess einiger K√ľnstler kennenlernen. Seither w√§chst die Neugier und Leidenschaft, sich mit gesellschaftlichen Ver√§nderungen und den daraus resultierenden Modeentwicklungen auseinanderzusetzen.

Euer schönster Moment beim Bloggen?
Peter: Mit einem Schmunzeln gesagt: Die Freude, mal keine Rechtschreibfehler in Texte gehauen zu haben. Schlie√ülich verf√ľgen wir Blogger √ľber kein Lektorat.
Antonin: F√ľr mich ist der sch√∂nste Moment, wenn ich einen Post ver√∂ffentlicht habe. Denn dies ist immer mit einer gewissen Spannung und Aufregung verbunden. Da man seine Meinung √∂ffentlich darstellt, ist man somit auch Kritikern ausgesetzt, was ich jedoch sehr reizvoll finde, denn man wird angeregt, sich mehr mit seinem eigenen Standpunkt auseinanderzusetzen. Es kommt somit zu einem kreativen Austausch.

Unser folgenreichster Eintrag?
Peter & Antonin: Wir haben mal eine Reihe verschiedener franz√∂sischer Produkte vorgestellt, die wir nicht √ľber Pressemitteilungen erhalten, sondern sorgsam herausgesucht hatten. Zwei Wochen sp√§ter entdeckten wir alle davon im Rahmen eines Paris-Beitrags eines deutschen Lifestyle-Magazins. Seither sind wir uns sicher, dass Blogs als Inspirationsquelle f√ľr einige Redakteure aus dem Print dienen, so wie es Vogue Online Chefredakteurin Doris Huber einmal sagte.

Was war die √ľberraschendste Reaktion auf einen Eintrag?
Peter: Als eine Bekannte aus Schulzeiten kommentierte, ohne das sie wusste, dass ich es bin. Anmerkend gesagt: Ich schreibe unter dem Namen J√©r√īme, weil ich aufgrund einer anf√§nglichen Skepsis dem Internet gegen√ľber anonym bleiben wollte.
Antonin: Ich bin stets √ľberrascht, auf Leute zu treffen, die mich auf einen ver√∂ffentlichten Beitrag ansprechen. Auf Google-Analytics sehe ich zwar immer unsere Leserschaft in abstrakten Zahlen und Diagrammen dargestellt, aber wenn ich dem Menschen direkt gegen√ľberstehe, gewinnt es eine ganz andere Bedeutung.

Welches ist Euer Lieblingsblog Рaußer dem eigenen?
Peter: Das Blog des jungen und talentierten Pariser Sacha Dumain. Seine Fotografien sind pure √Ąsthetik.
Antonin: Mein absoluter Favorit ist das T Magazine Blog der New York Times. Spannend sind hier vor allem die wechselnden Gastblogger. Hier kommen unter anderem Größen wie Donatella Versace, Giorgio Armani, Malcolm McLaren persönlich zu Wort und gewähren somit einen interessanten Einblick hinter die Fassade.

Was trägst Du auf dem Foto?
Peter: Gucci-Jacket, Bundfaltenhose als auch T-shirt von COS, Chucks und die American Tank von Cartier.
Antonin: Milano Fliege, Strellson Hemd, Acne Pullover, COS Hose & Schuhe

Das ZEIT-Magazin Nr.8 ist seit gestern, dem 18.Februar 2010, als Beilagenheft der ZEIT im Handel.

3 Kommentare zu “La Liste des Desiderata im ZEIT-Magazin: Das ganze Interview”

  1. schade, dass von euren interessanten antworten nur ein hauch von nichts √ľbrig blieb… das spricht leider nicht gerade f√ľr das magazin.

  2. Greta sagt:

    ich fands einen spritzigen Artikel und das Bild impressive Рobwohl ich ebenfalls noch gerne mehr gelesen hätte.
    LG
    Greta

Antwort

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