
© Bob Davidoff, John F. Kennedy vor dem “Weißen Haus” von Palm Beach, Palm Beach, FL
Die Begrifflichkeit “Mode” hat für jeden eine andere Bedeutung, obwohl sie klar definiert in jedem Nachschlagewerk zu finden ist. Somit scheint aufgrund persönlicher Erfahrungen, das Bild von Mode entrückt zu sein. Für den einen ist Mode etwas, was man morgens an und abends auszieht. Für den anderen ist sie jedoch ein Gedanke, eine Ideologie und somit immateriell, dessen Resultat die Kleidung als ein Ausdruck für Identität und gesellschaftlichen Status betrachtet werden kann. Dieser letzte Aspekt ist grundlegend, möchte man die Macht der Mode beleuchten.
Diesem Thema hat sich die Ausstellung “John F. Kennedy – Fashion goes Politics” im Museum THE KENNEDYS im Rahmen der Showroom Meile während der Mercedes Benz Fashion Week in Berlin gewidmet.

© Will McBride, Kennedy und Adenauer im Palais Schaumburg, Bonn, 23.06.1963
Ausgestellt wurden Exponate der Fotografen Will McBride und Bob Davidoff, die den Kleidungsstil des Präsidenten in Bild festhielten. Inwiefern dieser das politische Persönlichkeitsbild prägte, wurde den zahlreichen Gästen anhand einer exklusiven Führung am Freitag, den 22.01.2010, dargelegt. Auch Berliner Studierende offerierten in Zusammenarbeit mit dem Museum durch eine weitere Führung am darauffolgenden Samstag ihr Wissen. Darin wird erklärt, wie der 35. Präsident die Mode ohne jeden Zweifel funktionalisierte, um das Bild eines smarten, geerdeten und vor allem intellektuellen Charakters in der Gesellschaft zu formen. Dass er damit als eine Art Fashionikone gehandelt werden würde, hätte man zu diesem Zeitpunkt noch nicht gedacht. Erst heute nach einigen Jahrzehnten weiß man, dass das Thema Mode damit politisiert wurde. Sicherlich gab es bereits zu Zeiten von Kaisern und Königen eine bewusste Darstellung der eigenen Person, durch die Medialisierung von Radio und Fernseher hingegen war dieses Thema allerdings nicht mehr nur regional, sondern global zu betrachten und verhalf den Politikern zu weltweitem Ansehen. Das perfekte Beispiel für die Instrumenalisierung der Kleidung zu Gunsten der eigenen Karriere ist Carla Bruni, die sich das “Reine-Image” im Sinne des Kennedy-Stils zur Hilfe macht, um die Vergangenheit als erotische Sängerin und des gescheiterten Familienlebens unter einem Deckmäntelchen zu vertuschen und wie man sieht: Es funktioniert. Denn Mode hat Macht.
Bilder zum Abend im Museum THE Â KENNEDYS gibt es per Klick an dieser Stelle auf der Facebook Fanpage.

© Bob Davidoff, Joseph und John F. Kennedy mit Peter Lawford, Palm Beach, FL, 04.04.1961
Bravo Peter! Bravo! Dass hast du sehr schön geschrieben und ich liebe die Stimmung, die von den Photographien ausgestrahlt wird.
…und den Text hatte ich sogar mal richtig schnell eingetippt… nicht wie sonst